Intersektionale Dimensionen in den Freiwilligendiensten


für pädagogische Mitarbeiter/-innen der Freiwilligendienste 


Der Begriff Intersektionalität – engl. intersection, (Straßen-)Kreuzung oder Schnittpunkt – weist auf die Verschränkung und Überschneidung sozialer Kategorien wie bspw. Geschlechtszugehörigkeit, kultureller Hintergrund oder Alter hin und ist auf die Analyse von Ungleichheiten gerichtet. So spielen beispielsweise Geschlecht, Hautfarbe und Alter in einer bestimmten Situation zusammen und wirken sich in der Kombination auf Entscheidungen aus (z.B. im Rahmen einer Stellenbesetzung für Freiwillige). Bezogen auf die Analyse von Ungleichheiten bedeutet dies, dass bspw. eine Schwarze Jugendliche, die in einer Einsatzstelle Ausgrenzungserfahrungen macht, sowohl aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit als auch aufgrund ihres Geschlechts und/oder ihres Alters diskriminiert werden kann (Mehrfachdiskriminierung). Intersektionalität nimmt diese „Macht-, Herrschafts- und Normierungsverhältnisse, die soziale Strukturen, Praktiken und Identitäten reproduzieren,“ (Walgenbach 2012) in den Blick. 

Ziel dieses Seminars ist es, für intersektionale Perspektiven zu sensibilisieren und die Bedeutung von Intersektionalität in den Freiwilligendiensten herauszuarbeiten, einen differenzsensiblen Blickwinkel einzunehmen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, wie eine diversitätssensible Perspektive in der Bildungsarbeit umgesetzt werden kann, um Diskriminierung und Ausgrenzung zu minimieren.

Inhalt

  • Entstehungsgeschichte und Theorien von Intersektionalität
  • Zusammenhang Diversität und Heterogenität
  • Analyse gesellschaftlicher Strukturen in der Herstellung von Macht und Differenz
  • Reflexion und Analyse von Diskriminierungsverhältnissen und Exklusionsdynamiken
  • Reflexion des eigenen Positioniertseins
  • (Weiter-)Entwicklung einer diversitätssensiblen/intersektionalen Haltung 
  • Erprobung und kritische Auseinandersetzung mit Methoden
  • Entwicklung von Handlungsoptionen für die Praxis

Methoden

  • Impulsreferate
  • Einzel- und Gruppenarbeit
  • Plenumsdiskussionen
  • erfahrungsorientierte Übungen und Selbstreflexionen
  • Elemente aus Social-Justice-Trainings

Termin 
16.10.–18.10.2018
Leitung 
Heike Beck
Ort 
TaunusTagungsHotel, Friedrichsdorf
Teilnehmerzahl 
15–20
Seminar-Nr. 
maf 010
Stichtag für IB-Mitarbeiter/-innen 
16.08.2018
Seminarkosten für Externe 
550,- EUR (inkl. Übernachtung und Verpflegung)

Ansprechpartnerin für inhaltliche Fragen 
Tanja Schmidt, Tel. 069 94545-223
Ansprechpartnerin für organisatorische Fragen 
Elke Lenoir-Smalley, Tel. 069 94545-491

Sie können sich hier  
für das Seminar anmelden