Warum sich Klient*innen unmotiviert zeigen und was Fachkräfte dagegen tun können

für Fachkräfte in den Erziehungshilfen bzw. in der Kinder- und Jugendhilfe, die einfacher, effektiver und erfolgreicher arbeiten wollen


Manche Kinder, Jugendliche oder Eltern sind für die Fachkräfte eine besondere Herausforderung. Sie beschäftigen sie gedanklich, emotional und binden die Aufmerksamkeit vieler Team- und Supervisionssitzungen. Obwohl die Mitarbeitenden viel Kraft und Kompetenz investieren, geht es scheinbar kaum einen Schritt voran.

Ziel der Fortbildung ist es, anhand von Motivationsprofilen zu erarbeiten, was Mitarbeitende tun beziehungsweise unterlassen sollten, um offensichtlich unmotivierte Klienten zu „motivieren“. Dies ist unabhängig vom Alter der betreuten Personen und auch bei Klienten mit Einschränkungen, sowohl sprachlich als auch kognitiv, anwendbar. Im freiwilligen Hilfesettings, aber auch im „Zwangskontext“, ist die Auseinandersetzung mit der Frage der Motivation und Zielerreichung sinnnvoll.
 

Inhalt
In dieser Fortbildung werden Strategien vorgestellt, die über die üblichen Motivationsstrategien von Mitarbeitenden – optimistische Voraussagen, ermutigende Erklärungen und Schlussfolgerungen – hinausgehen. Denn häufig sind diese Strategien kontraindiziert. Auch der oftmals propagierte Ziel- und Ressourcenfokus kann in bestimmten Konstellationen Demotivation auslösen.

Die Referenten beziehen sich in der inhaltlichen Ausrichtung dieses Seminars u. a. auf neuere Erkenntnisse und Forschungsergebnisse:

  • Alfred Lange (NL) geht der Frage nach, was Mitarbeitende selbst dazu tun können, die Erfolgschancen ihrer Motivation und ihrer Interventionen zu erhöhen.
  • Evelyne Maaß und Karsten Ritschl unterscheiden einige interessante Motivationsprofile und stellen dar, wie Fachkräfte die jeweiligen personenspezifischen Motivationsprofile erkennen können und beschreiben die Grenzen ressourcen- und lösungsorientierten Arbeitens.
  • Martin Appelo (NL) geht davon aus, dass Menschen nie unmotiviert sind! Hauptziel der von ihm entwickelten Motivationsstrategien ist es, Klient*innen auf der Grundlage ihres Veränderungswunsches und Motivationsprofils zu folgen.
  • Im Seminar wird auch medienpädagogische Kompetenz als neue Verantwortung behandelt.
     

Methoden

  • Interaktive und praxisorientierte Herangehensweise
  • Entwicklung einer proaktiven und selbstverantwortlichen Lernhaltung
  • kurze Impulsreferate
  • gruppendynamische Erfahrungen
  • Lernatmosphäre mit Witz und Humor, damit Experimentieren möglich wird.
  • Ablauf des Seminars: Grundlagen – Methoden – Übungen – Transfer

 

Ihre Ansprechpartnerin für solidarische Geschichten
Lara Reichwein
Telefon: +49 69 94545-128
E-Mail: senden

Termin 
07.12.–09.12.2020
Beginn am ersten Tag: 12:30 Uhr
mit dem Mittagessen
Ende am letzten Tag: 12:30 Uhr
mit dem Mittagessen
Leitung 
Prof. Dr. Karl-Heinz Lindemann
Mr. Drs. Jan Hesselink
Ort 
Amalienhof, Weimar
Seminarplätze
max. 23
Seminar-Nr. 
maf 079
Stichtag für Anmeldungen
07.10.2020
Seminarkosten für Externe 
550,- € (inkl. Übernachtung und Verpflegung)

Ansprechpartnerin
für inhaltliche Fragen
 
Angela Romig
Tel. 069 94545-230
Ansprechpartnerinnen
für organisatorische Fragen
 
Yvonne Keller
Tel. 069 94545-481
Elke Lenoir-Smalley
Tel. 069 94545-491

Sie können sich hier  
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