Von Krieg und Flucht traumatisierte Menschen in der Sozialen Arbeit begleiten

für Mitarbeitende der Sozialen Arbeit in der Begleitung von Menschen mit Kriegs- oder Fluchterfahrung


Viele Menschen, die in den letzten Jahren nach Deutschland fliehen mussten, benötigen noch immer Unterstützung in der Bewältigung ihres Alltags, beim Spracherwerb oder zur Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben. Diese Menschen leben in oft nicht einfachen Lebensverhältnissen, vermissen oder trauern um Angehörige. Sie sind in vielen Angeboten des IB wie in den Kindergärten und den Schulen, in Beratungsdiensten und Unterkünften vertreten und werden hier mittel- und langfristig im Integrationsprozess unterstützt. Parallel dazu  wird Geflüchteten immer häufiger mit Misstrauen, Stigmatisierung, Ablehnung oder Feindseligkeit begegnet.

Menschen, die fliehen mussten, sind infolge der Fluchtursachen, aber auch aufgrund der Erfahrungen, die sie auf der Flucht gemacht haben, psychisch belastet, sie haben Angst, stehen unter Stress, trauern und sind häufig traumatisiert. Eine adäquate pädagogische oder psychologische/therapeutische Behandlung erhalten nur Wenige. Daher ist es wichtig zu wissen, wie Mitarbeitende Sozialer Einrichtungen Menschen mit Kriegs- und Fluchterfahrung begleiten können und worin auch ihre Grenzen liegen.


Inhalt

  • Grundlagen der Psychotraumatologie
  • Herausforderungen und Risiken in der Arbeit mit psychisch belasteten, traumatisierten Menschen
  • Vermittlung von Handlungsstrategien
  • Kulturspezifische Aspekte und Besonderheiten in der Arbeit mit Geflüchteten
  • Deeskalation in Konfliktsituationen
  • Übertragung von belastenden Gefühlen wie Hilflosigkeit und Ohnmacht auf professionelle Helfer (Sekundärtraumatisierung)
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle, Haltung und Einstellung
  • Psychohygiene und Selbstfürsorge.


Methoden

  • Übungen
  • Falldemonstrationen
  • Diskussion

 

Termin 
31.05.–01.06.2023
Beginn am ersten Tag: 9:00 Uhr
Ende am letzten Tag: 15:30 Uhr
Leitung 
Michaela Kirmes
Ort 
Katholisch-Soziales Institut, Siegburg
Seminarplätze 
15
Seminar-Nr. 
maf 305
Stichtag für Anmeldungen 
30.03.2023
Seminarkosten für Externe
390,- € (inkl. Übernachtung und Verpflegung)

Ansprechpartner
für inhaltliche Fragen
 
Jochen Kramer
Tel. 069 94545-207
Ansprechpartnerinnen
für organisatorische Fragen
 
Yvonne Keller
Tel. 069 94545-481
Elke Lenoir-Smalley
Tel. 069 94545-491
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