Diskriminierungssensibel arbeiten in Bildungsangeboten für Erwachsene mit dem Anti-Bias-Ansatz: Vorurteile und Diskriminierung erkennen und professionell handeln
für Erwachsenenbildner*innen, insbesondere Lehrkräfte im DaF/DaZ- Bereich z.B. Deutschkursen für Zugewanderte oder in beruflichen Bildungsangeboten für Erwachsene
Im Bereich der Erwachsenenbildung arbeiten Fachkräfte mit z.T. sehr heterogenen Gruppen. Hier kann es zu Schieflagen aufgrund von (unbewussten) Vorurteilen oder einseitigen Verurteilungen kommen, z.B. in Form von mehr oder weniger stark offenem diskriminierendem Verhalten oder stigmatisierenden Aussagen auf unterschiedlichen Beziehungsebenen in Lehr-/Lernkontexten.
In der Fortbildung wird es daher darum gehen, das Bewusstsein für versteckte oder auch unbewusste Vorurteile mit Hilfe des Anti-Bias-Ansatzes zu schärfen und unterschiedliche Formen von Diskriminierung und ungleichen Machtverhältnissen in Lehr-/Lernkontexten der Erwachsenenbildung in den Blick zu nehmen. Zudem werden praxisbezogene Methoden vermittelt, mit denen sich diskriminierungsbedingte Schieflagen im Kontext von Erwachsenenbildung professionell ins Gleichgewicht bringen lassen.
Ziel der Fortbildung ist es Ansätze für eine diskriminierungssensible bzw.-kritische Erwachsenenbildung sowie entsprechende professionelle Handlungsfähigkeit in Lehr-/Lernsettings der Erwachsenenbildung zu erwerben und zu vermitteln.
Inhalt
- Input zu verschiedenen Formen von Diskriminierung und ungleichen Machtmechanismen
- Vorstellung des Anti-Bias-Ansatzes in Verbindung und Reflexion mit der eigenen Arbeitspraxis
- Vermittlung von diskriminierungskritischen Reflexions- und Analysemethoden für unterschiedliche Beziehungskontexte im Bereich der Erwachsenenbildung
Methoden
Praxisbezogene Methoden zum professionellen Umgang mit vorurteils- bzw. diskriminierunsgbedingtem Verhalten im Lehr-/Lernkontexten